Bei der Initiative Mahlerey handelt es sich um Aktionstage die dem Komponisten Gustav Mahler gewidmet sind. Eine Kooperation durch die Freiburger Universität und von dem SWR Sinfonieorchester ermöglichen die Umsetzung und Durchführung dieses besonderen Ereignisses. Anlässlich zum 150. Geburtstages des österreichischen Komponisten handeln die Aktionstage von dem bedeutenden Musiker und Komponisten. Neben Konzerten, öffentlichen Proben, Filmvorführungen und verschiedenen Vorträgen ergänzen auch verschiedene Klanginstallationen oder Welte-Mignon- Aufführungen das umfangreiche Programm. Aus verschiedenen Perspektiven nähert man sich dem nachhaltigen Schaffen von Gustav Mahler und erfasst ihn so ganzheitlich.

Das SWR Sinfonieorchester, das von Thierry Fischer geleitet wird, ermöglicht den Zugang zu Proben und gibt während der Aktionstage insgesamt drei Konzerte. Die Proben und Aufführungen gelten der vierten Sinfonie Malers. Den Schlusssatz führt die Sopranistin Christiane Oelze auf. Darüber hinaus gibt es noch eine besondere Kooperation zwischen dem KHG Orchester, auch als akademisches Orchester bekannt, Solisten, die an der Musikhochschule in Freiburg studieren und den jungen Kammerphilharmonikern Freiburgs, die eine gemeine Inszenierung umsetzen. Sie gestalten gemeinsam eine Nacht die ganz im Zeichen des Künstlers Gustav Mahlers stehen.

Das Seminar der Musikwissenschaften erarbeitet die Einführungsveranstaltungen und konzipierte verschiedene wissenschaftliche Vorträge zum Thema. Viele namenhafte und bekannte Musikwissenschaftler dozieren über den Künstler, sein Wirken und Schaffen. Dank der Kooperation mit dem Augustinermuseum besteht die Möglichkeit Live Aufnahmen aus dem Jahr 1905 zu zeigen, die einem die Möglichkeit geben, die historischen Aufnahmen der Welte-Mignon von Gustav Mahler zu sehen. Dies geschieht unteranderem mit Hilfe eines Steinway-Welte Reproduktionsflügel.

Die Aktionstage der Universität der Freiburg und dem SWR Sinfonieorchester stellen durch ihr Angebot deutlich heraus, wie wichtig Gustav Mahlers Rolle für die Moderne war. Darüber hinaus geht es um das Thema die leblose Natur in Musik umzuwandeln, sie darzustellen und musikalisch zu erfassen. Auch Mahler selbst widmete sich wiederholt Naturlauten, spielte mit ihnen, setzte sich mit ihnen auseinander und machte sie zum Teil seiner Werke. Gösta Neuwirth leistet ihren Beitrag zu den Aktionstagen mit unterschiedlichen Klanginstallationen. Sie stellt dafür unterschiedliche Klangkörper in der Universität auf, die sich ganz dem Thema Mahlers zuwenden.

Eine weitere interdisziplinäre Auseinandersetzung stellt die Filmvorführung „Tod in Venedig“ dar. Das literarische Werk von Thomas Mann, das von Lucchino Visconti umgesetzt wurde, beinhaltet die Figur Gustav von Aschenbach. Diese fiktive, literarische Rolle erträgt klare Züge von Gustav Mahler. Besonders das berühmte Adagietto verhalf dem Film zu großer Beliebtheit und lässt jeden Zuschauer dahin schmelzen.