Der Komponist Gustav Mahler wurde am 7.6.1860 in Böhmen, in der Stadt Kalischt geboren. Bis das er am 18.5.1911 starb, prägte er die Musikwelt auf das Nachhaltigste. Er ist einer der wichtigsten Komponisten und Dirigenten seiner Zeit und erzielte neben seiner Musik, durch zahlreiche Reformartionen am Musiktheater, nachhaltige Reformen.

Mahler wurde in eine jüdische Familie hineingeboren und verbrachte mit seinen Eltern die ersten Jahre in Kalischt und dann in der Stadt Iglau (tschechisch Jihlava). Seine Familie war durch seinen gewalttätigen Vater geprägt, der die Mutter bis zu den Folgen einer körperlichen Behinderung schlug. Diese Erfahrung prägte den Musiker bis auf das Nachhaltigste. Nachdem seine Eltern starben unterstützte er seine Geschwister bis diese selbstständig genug waren, selbst verantwortlich ihr Leben zu bestreiten.

Seine musikalischen Erfahrungen sowie seine Ausbildung begannen bereits im frühen Kindesalter mit vier Jahren. Sowohl Akkordeon als auch ´Klavier erlernte er schnell, so dass er bereits mit sechs Unterricht gab und sich dem Schreiben von Musikstücken widmete. Bereits im Alter von 12 Jahren gab Mahler Klavierkonzerte und spielte überaus anspruchsvolle Stücke von verschiedenen Komponisten. In Wien studierte er bei Julius Epstein und Franz Krenn und erlangte dort bereits zu Beginn seines Studiums große Erfolge. Er schloss sein Kompositionsstudium mit Auszeichnung im Jahr 1978 ab. Während seines Studiums wurde er von Künstlern wie Siegfried Lipiner oder Engelbert Pernerstorfer geprägt.

Während seiner Kindheit und Jugend begegnete er immer wieder der militärischen Musik stationierter Soldaten. Diese Komponenten, so wie Musik aus der Synagoge beeinflussen seine späteren Werke.

Es folgten Jahre an denen er an verschiedenen Kompositionen für „Das klagende Lied“ arbeitete. Er war Kapellmeister in Bad Hall, als musikalischer Chordirektor in Kassel und als Opernkapellmeister des deutschen Landestheaters in Prag. 1886 ging er nach Leipzig um dort am Stadttheater tätigt zu sein. Aus der Begegnung mit Johann Strauß im Jahr 1988 ging eine innige und langlebige Freundschaft einher. Nach seiner Tätigkeit in Budapest und Hamburg wurde er zum Kapellmeister der Wiener Hofoper, später dann auch zum künstlerischen Direktor des Theaters, ernannt. Dies verdankt er der Tatsache, dass er im Jahr 1897 zum Katholizismus konvertierte, da sein jüdischer Glaube seiner musikalischen Karriere durchaus im Wege stand.

Durch seine Heirat mit Alma Maria Schindler im Jahre 1902 kam Mahler in Kontakt mit der Künstlergruppe Wiener Secession. Nach antisemitischen Anfeindungen in Wien gab er 1907 seine Stellung dort auf und nahm eine Position als Gastdirigent in New York an. Bereits zwei Jahre später leitete er die New Yorker Philharmonic Society. An der Metropolitan Opera blieb und arbeitete Mahler bis zu seinem Tod 1911.